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Die etwas andere Jahres-Rückschau, von Viktor Nell

Jeweils zum Jahresende halten landauf und landab Bundesräte, Regierungsräte, Zeitungen, Radio, Fernsehen und Experten Rückschau. Meine Rückbesinnung befasst sich indessen mit einem Thema das uns Auslandschweizer besonders nachdenklich macht. Der Werteverlust in unser Heimat. Werte sind Verantwortung, Glaubwürdigkeit, Gerechtigkeit, Solidarität, Respekt und Freiheit. Werte sind Orientierung im Miteinander und helfen zu erkennen was gut und wichtig ist. Werte bilden Vertrauen und machen uns stark.Daher ist die Schweiz schleunigst gefordert, den Werten wieder vermehrt Sorge zu tragen. Zu viel ist in letzter Zeit geschehen. Werte werden mit Füssen getreten, die Spielräume der Freiheit werden nicht genutzt sondern ausgenutzt. Die Arroganz unser Politiker ist erschreckend. Der Bundesrat muss in die Pflicht genommen werden. Es kann nicht sein, dass man in Bern von einem Bein aufs andere tritt, die Diskussion den Parteien überlässt und nachher einzeln im Ausland seine eigene Meinung verbreitet. Unsere Regierung diskutiert im Ausland, was eigentlich zuerst im Lande selber hätte besprochen werden müssen. Die gewählten Volksvertreter vergessen zu oft, dass sie den Bürger als Gesamtes zu vertreten haben und nicht sich selber. Wir Schweizer sind angewiesen, dass man in Bundesbern unsere Werte kennt und sie auch respektiert. Sorgen wir dafür, dass im Wahljahr 2011 nur Parlamentarier nach Bern geschickt werden die unseren Werten wirklich Beachtung schenken. Heute sind wir mit der Tatsache konfrontiert, dass der Werteverlust in der schweizerischen Gesellschaft grosse Angst bewirkt, es gibt keine Regel mehr bezw. es fehlt am nötigen Respekt. Auch die mit dem Wandel einhergehende Entwicklung und enormen Autoritätsverlust der Lehrkräfte ist ein grosses Problem an unseren Schulen. Unsere Jugend hat keine Vorbilder mehr, welche ihnen Werte vorleben. Die zunehmende Jugendgewalt hat ihren Ursprung genau darin. Gleichfalls ein miserables Wertezeugnis trifft den Medien-Einheitsbrei unseres Landes. Eine ausgewogene Berichterstattung gibt es nicht mehr. Auch die Wertetradition unseres Landes mit anderen Völker und Ethnien ist völlig überfordert. Unaufhaltsamer Zustrom aus fremden Kulturen verträgt sich nicht mit unser christlich-abendländischer Gegebenheit. Verlässliche Werte im Finanzwesen sind sehr wichtig. Nur so kommt das Vertrauen zurück. Werte unser Mundarten dürfen nicht länger vernachlässigt werden. TV-Deutsch und Wortentlehnung aus dem englischen gefährden unsere Dialekte wie auch das Schweizerdeutsch unwiderruflich. Die Verluderung unserer Werte musst gestoppt werden. Aus diesem Grund fehlt es an Initiative und Durchsetzung in Politik und Gesellschaft. Misstrauen und Pessimismus sind die Folge. Wertvorstellungen sind Anstand, Fleiss, Pünktlichkeit, Qualität und Zuverlässigkeit. Das mag etwas altmodisch klingen und doch sind wir mit diesen Werten Jahrelang sehr gut gefahren.

Viktor Nell, SVP International Mitglied, z.Zt. in L’Ampolla, Spanien

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