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TAG, eine Steuer die uns alle belasten wird -Leserbrief von Mario Cortesi

Bisher bezahlte der Gast bei seiner Abreise einfach eine Kurtaxe. Zu einfach, haben sich wohl die Erfinder des neuen TAG gedacht. Um an frisches Steuergeld zu gelangen, muss das bisherige, einfache und bewährte System weg und stattdessen eine komplizierte Steuer her. Basierend auf der Zimmerzahl des Hotels bzw. Grösse der Ferienwohnung/Maiensäss, lassen sich die Steuern nämlich auch dann kassieren, wenn die Zimmer – z.B. wegen der schwierigen Wirtschaftslage – gar nicht vermietet werden können. Dass unsere Hotels dann die Preise erhöhen müssen, ist nichts als logisch. Die Zwangsabgabe soll aber auch vor dem Gewerbe nicht Halt machen. Auch dieses soll, mit der Begründung, es würde ja auch vom Tourismus profitieren, zusätzlich geschröpft werden. Ebenfalls nichts als logisch, dass auch das Gewerbe die neue Steuer in ihre Warenpreise einpreisen wird. Somit bezahlen einmal mehr wir Steuerzahler die Rechnung. Wer die Gelegenheit hat, bei einer der vielen Podiumsdiskussionen reinzuhören, merkt bald, dass das TAG ein Gesetz ist, welches an „Kompliziertheit“ kaum zu übertreffen ist. Es löst eine Flut von neuen Anschlussgesetzen aus (200 Abgabesätze), welche dann auf Gemeindeebene zu regeln sind. Das TAG enthält zudem Begriffe, welche auch den Nichtjuristen ahnen lassen, dass es zu einem Berg von Beschwerden kommen wird. So heisst es z.B., dass „einfache Maiensässe“ von der Steuer verschont bleiben. „Einfache“ ja oder nein? Die Richter werden entscheiden. Ich stimme Nein zum TAG. Mario Cortesi, Chur

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