Zum Leserbrief von Daniel Schneeberger „Auftreten der negativen Stimmungsmacher“.
Die wirklichen Bauverhinderer
In seinem Leserbrief bezichtigt Daniel Schneeberger die Junge SVP (JSVP) Verhinderungspolitik beim Bau der unteren Bahnhofstrasse in Chur zu betreiben. Als städtischer Chefbeamter müsste Schneeberger eigentlich wissen, dass solche Arbeiten nur mit Vorbehalt vergeben werden können und der Bagger erst auffahren kann wenn eine Referendumsfrist abgelaufen ist. Wenn auch im Gemeinderat eine Mehrheit für dieses Projekt zustande gekommen ist, so ist doch der Churer Souverän die höchste Instanz und kann per Referendum und anschliessender Abstimmung einen endgültigen Entscheid fällen. Nun die JSVP hat ein erfolgsversprechendes Referendum zurückgezogen, weil die Planungssicherheit der beauftragten Bauunternehmen Vorrang habe und Schadenersatzforderungen gegenüber der Stadt Chur das Sparpotenzial des Referendums übersteigen könnten. Nicht mehr rückgängig machen kann hingegen Schneeberger‘s Bündner Grünliberale Partei das Ja zur Zweitwohnungsinitiative. Mit diesem schwerwiegenden Ja nehmen die Grünliberalen in Kauf, dass in unseren Berggebieten Kurz- bis Mittelfristig Arbeitsplätze verloren gehen und auch Unternehmen wegen Insolvenz die Buchhaltung beim Betreibungsamt hinterlegen müssen. Wer betreibt nun eigentlich Bündner Verhinderungspolitik, Herr Schneeberger? „Miar verhindern z’Baua überal – drum sind miar grünliberal“.
Robert Deplazes Chur / Brigels