08.09.2017  |    Hinterlasse ein Kommentar

Rentenreform: Bessere Lösungen sind möglich

Bei der Altersvorsorge 2020 kann nicht wirklich von einer zielführenden Reform gesprochen werden. Sie ist völlig missraten und muss deshalb abgelehnt werden. Von dieser Vorlage profitiert nur die Übergangsgeneration während die aktuellen Rentnerinnen und Rentner und die Jungen das Nachsehen haben. Zu Recht wird deshalb festgestellt, die vorliegende Revision sichere nur die Renten der „Silberhäupter“ im derzeitigen Parlament. Die angebliche Reform sichert aber in Wirklichkeit nicht einmal die Altersvorsorge für 10 Jahre. Schon im 2027 würde die AHV wieder rote Zahlen schreiben. Deshalb müsste spätestens 2025 die nächste Reform mit noch härteren Massnahmen umgesetzt werden. Dabei hätte es viele gute Lösungen wie zum Beispiel eine Reduktion der Rentenexporte ins Ausland oder eine Schuldenbremse gegeben, wie sie auch bei den Bundesfinanzen zum Einsatz kommt. Das hätte dafür gesorgt, dass nötige Massnahmen zur Sicherung der Altersvorsorge schneller umgesetzt werden könnten, anstatt dass im Parlament immer wieder die gleichen Diskussionen geführt werden müssen. Aber Mitte-Links, sprich SP, CVP und BDP,  hat  das abgelehnt und verschliesst die Augen lieber vor den gewaltigen Herausforderungen der Zukunft, mit welchen unsere Rentensysteme konfrontiert sind. Bis dann der grosse Knall folgt und die Finanzierungbarkeit der Renten gänzlich in Frage gestellt wird. Eine solche Politik ist schlechterdings unverantwortbar. Deshalb braucht es am 24. September 2017 unbedingt zweimal ein Nein, damit eine nachhaltigere Reform in Angriff genommen werden kann. Es gibt durchaus konkrete und realistische Vorstellungen, wie unsere Sozialwerke auf klugere Art und Weise saniert werden können.

Heinz Brand, Klosters
Nationalrat & Präsident SVP Graubünden

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