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Nein zum EU-Agrarfreihand

Nein zum EU-Agrarfreihandel

Die Landwirtschaftsgruppe der SVP Graubünden hat sich an ihrer letzten Sitzung am LBBZ Plantahof, Landquart mit dem EU-Agrarfreihandelsabkommen beschäftigt und lehnt diesen Einstimmig mit 15:0 Stimmen ab. Die Gruppe erwartet von der Bündner Regierung in nächster Zeit mehr Engagement im Kampf für den Erhalt der einheimischen Landwirtschaft und der flächendeckenden Bewirtschaftung.

Fatale Folgen für Landwirtschaft, Tourismus und Gewerbe in Randregionen

Im November 2008 hat der Bundesrat formell die Verhandlungen über das Agrarfreihandelsabkommen eröffnet. Bereits jetzt ist aber klar, dass die einheimische Landwirtschaft und das Kleingewerbe, die grössten Verlierer eines solchen Abkommens sind. Der Schweizerische Bauernverband rechnet bei einem Abschluss des Freihandelsabkommen mit einem Einkommensrückgang innerhalb der Landwirtschaft von 50%. Zudem würde der Selbstversorgungsgrad der Schweiz auf unter 30% sinken. Da bereits das jetzige Einkommensniveau sehr tief ist, ist bei einem weiteren Rückgang mit einem enormen Bauernsterben zu rechnen. Es ist darum bereits in der aktuellen Phase wichtig, dass sich die Landwirtschaft mit allen möglichen Mitteln gegen den Abschluss der Verhandlungen wehrt. Die Regierung des Kantons Graubünden ist im Kampf gegen das weitere Bauernsterben durch ein Freihandelsabkommen gut beraten, die Problematik nicht herunterzuspielen. In einer Antwort auf einen Vorstoss versuchten sie die Problematik sogar schön zu reden. Auch wenn der Anteil der Landwirtschaft am BIP im Kanton Graubünden lediglich rund 3% beträgt, wären die Folgen einer sterbenden Landwirtschaft katastrophal und hätte einen enormen negativen Einfluss auf unseren Kanton. Insbesondere auch, weil die Landwirtschaft die Basis für den Tourismus liefert und ein bedeutender Arbeitgeber für die KMU’s in Randregionen ist.

Ein EU-Agrarfreihandelsabkommen hätte zudem auch für die Produkte der Berglandwirtschaft negative Konsequenzen. Sicher können einzelne Produkte im Hochpreissegment platziert werden, viele andere hingegen würden von Billigprodukten aus dem EU-Raum konkurrenziert. Die Berglandwirtschaft mit ihren sehr hohen Produktionskosten hätte da überhaupt keine Chance mehr. Es ist unverständlich und verantwortungslos, wenn in der jetzigen Zeit, in welcher viele Länder wieder vermehrt die einheimische Produktion stützten, der Bundesrat zusammen mit den Mitte-Linksparteien ein Freihandelsabkommen mit der EU anstreben.

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