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Ostersamstag mit Heinz Brand und Adrian Amstutz

Über 130 Besucher machten Regierungsratskandidat Heinz Brand, Nationalrat Adrian Amstutz und den Grossratskandidaten der Region im Hotel Valbella-Inn ihre Aufwartung.

Dass der Frauenanteil überdurchschnittlich hoch war, war sicherlich auch dem Schweizer Richard Gere, pardon Adrian Amstutz zu verdanken, der jedoch in seinem Referat auch die männliche Zuhörerschaft zu fesseln wusste, wie im Übrigen auch die übrigen Referenten.

Erster Auftritt für Grossratskandidat Fritz Züger

Der Klosterser Regierungsratskandidat Heinz Brand verstand es in einem kurzen Interview, die teilnehmenden Grossrats-(STV)-Kandidaten der Region sympathisch zu portraitieren und diesen etwas auf den Zahn zu fühlen. Der erst gerade nominierte passionierte Jäger und bekannte ehemalige Ski-Nationaltrainer Fritz Züger, welcher für den Kreis Trins kandidiert, möchte sich für die Jugend einsetzen und ermahnt, ob der vielen intellektuellen Förderungen von Kindern nicht den Körper zu vergessen, sondern diesem auch die notwendige Aufmerksamkeit zu schenken und rief den Zuhörern das lateinische Sprichwort vom Dichter Juvenal in Erinnerung: Mens sana in corpore sano (ein gesunder Geist im gesunden Körper). Der Gastgeber und politisch erfahrene Werner Wyss aus Mutten und Grossratskandidat des Kreises Alvaschein zeigte, was zum Beispiel im Albulatal, einer Randregion, mit dem Ela Park an Potential geschaffen wurde. Er werde sich für eine (wirtschaftliche) Stärkung seiner Region einsetzen, um der Abwanderung entgegen zu wirken. Der junge und dynamische Forstingenieur Lorenz Hübner aus dem Kreis Rhäzüns möchte sich vor allem im Bereich Energiewirtschaft für die Bündner Wasserkraft und Holzenergie einsetzen. Es gelte in Zukunft in Anbetracht des steigenden Energieverbrauchs die Versorgung unter Berücksichtigung der erneuerbaren Energien sicherzustellen. Christophe Sambalé liegt natürlich als Pädagoge und vierfacher Familienvater die Familie und insbesondere die Bildung am Herzen. Seine täglichen Erfahrungen haben gezeigt, dass die Bildung eine Investition in die Kinder und Zukunft der Region sind, dass es wichtig ist, den Eltern die Verantwortung für die Erziehung zu überlassen, damit sich die Lehrer wieder auf ihre Kernkompetenzen, die Bildung, konzentrieren können.

 „Tourismus mit Entwicklungspotential“

Heinz Brand, Kandidat der SVP für den Regierungsrat, referierte über verschiedene Möglichkeiten zur Tourismusförderung. Einleitend wies er darauf hin, dass der Tourismus nach wie vor ein weltweit wachsender Wirtschaftszweig sei, der noch verschiedene Nutzungspotentiale enthalte. Graubünden mit seinen grossen und vielfältigen Potentialen sei prädestiniert, diese Entwicklung zum eigenen Vorteil zu nutzen. Dank der grossen Zahl an ausgezeichneten Hotels, Restaurants und touristischen Beförderungsanlagen, welche weltweit einen ausgezeichneten Ruf .geniessen, besitze der Kanton über intakte Entwicklungsmöglichkeiten. Dazu komme eine wunderschöne Landschaft, eine saubere Umwelt sowie eine beispielhaft öffentliche Sicherheit, welche ebenfalls viel zum guten Image Graubündens als Tourismusdestination beitrage. Entscheidend für die Weiterentwicklung des Tourismus ist aber nach Auffassung von Brand eine gute Entwicklungsstrategie, in welcher die verschiedenen Angebote aufeinander abgestimmt sind. Ein besonderes Augenmerk ist in diesem Zusammenhang dem Zweitwohnungsbau zu schenken, welcher einerseits ein weitgehend ungenutztes Übernachtungspotential enthält, anderseits aber auch mit Blick auf die Weiterentwicklung unserer Tourismusorte etwelche Risiken birgt. Weiter forderte Brand, dass der eingeleitete Strukturprozess bei der Destinationsbildung nicht nur rascher vorangetrieben werden müsse, sondern auch bei den Infrastrukturanlagen weitere Investitionen notwendig seinen. Ein besonderes Augenmerk sei in diesem Zusammenhang insbesondere auch auf die bessere verkehrsmässige Anbindung Graubündens an das internationale Schienen- und Strassennetz zu richten. Bei der Entwicklung sei aber auch die Landwirtschaft noch besser einzubeziehen, welche insbesondere für die städtischen Gäste viele positive emotionale Momente zu vermitteln vermöge. Abschliessend wies Heinz Brand, der als Klosterser über eine grosse eigene touristische Erfahrung verfügt, nochmals auf die grossen Chancen hin, welche der Tourismus für die wirtschaftliche Weiterentwicklung des ganzen Kantons habe.

 „Verzicht auf bürokratische und juristische Schikanen“

Nationalrat und Unternehmer Adrian Amstutz würdigte in seinem Referat die Bedeutung der KMUs für die Schweizer Volkswirtschaft, wies auch die nicht unproblematischen Formen von Wirtschaftsförderung hin, welche oft einzig Umlagerungsfunktionen inne haben. Amstutz wies auf die „wirtschaftsfeindlichen staatlichen Massnahmen“ hin, indem er aufzeigte, welche zusätzliche Belastungen in Formen von neuen Steuern und Steuererhöhungen den Schweizer Unternehmen in den vergangenen Jahren zusätzlich aufgelastet wurden. Die Schweizer Wirtschaft so Adrian Amstutz weiter, brauche eine schlanke, jedoch starke Verwaltung ohne bürokratische und juristische Schikanen. Es gelte bessere Rahmenbedingungen für die Wirtschaft zu schaffen, damit Arbeitsplätze gesichert und neu geschaffen werden können. Dies sei einfache, effiziente und günstige Wirtschaftsförderung. Im Weiteren sei eine Neuverhandlung der Personenfreizügigkeit aufgrund der gemachten Erfahrungen dringend notwendig, so der Referent, der sein Publikum mit seinen kompetenten Ausführungen in den Bann zu ziehen wusste.

So mancher Besucher nutzte die Gelegenheit zu persönlichen Fragen wie Diskussionen und alle verliessen die rund kurzweilige dreistündige Veranstaltung sichtlich zufrieden und mit neuen Bekanntschaften, Erkenntnissen und Erfahrungen.

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