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Leserbriefe

Verkehrsinfrastrukturen in Randregionen

Die Verkehrsinfrastrukturen sind der Nerv einer regionalen Wirtschaft. Für eine gedeihliche Entwicklung aller Regionen muss die Schweiz deshalb für eine gleichwertige Erschliessung aller Regionen besorgt sein.

Betrachtet man nun die aktuelle Situation, so stellt man fest, dass Graubünden gegenüber andern Regionen stark benachteiligt wird und die nationale Verkehrspolitik sich vor allem darauf konzentriert, die Verkehrsprobleme der Agglomerationen zu lösen. Während diese Zentren weitgehend mit Nationalstrasse und der SBB zu Lasten des Bundes erschlossen sind, verfügt Graubünden nur über ein sehr beschränktes Nationalstrassennetz, bei der Bahn muss der Kanton ansehnliche Beiträge an die RhB leisten. Hinzu kommen die topografischen Verhältnisse und die geringe Bevölkerungsdichte. Dies alles hat zur Folge, dass die Bündnerinnen und Bündner mehr als doppelt soviel für die Verkehrserschiessung bezahlen müssen, obwohl die Qualität teils zu wünschen übrig lässt.
In den letzten Jahren hat sich diese Situation kaum verbessert. Die bereits 2011 in Aussicht gestellt Umklassierung der Julierroute ist immer noch nicht vollzogen, von einer Verlängerung der Nationalstrasse bis Castasegna spricht kaum mehr jemand. Dies obwohl alle andern Regionen der Schweiz bis zur Grenze mit Nationalstrassen verbunden sind. Zum Glück konnte man zumindest beim Ausbau der Verbindung Sils – Maloja und entlang des Silvaplanersees Zwischenziele erreichen und es sind Projekte in der Pipeline, welche vor allem für das Engadin von sehr grosser Bedeutung sind. Diese Verbindung ist jedoch mit sehr hohen Kosten verbunden, welche vor allem der Kanton stemmen muss.
Auch bei der RhB gibt es zahlreiche Projekte zur Angebotsverbesserung, die kaum oder nur sehr schwer finanzierbar sind.
In Anbetracht dieser Benachteiligungen kommt einem Engagement für eine ausgewogene Verkehrserschliessung der ganzen Schweiz eine zentrale Bedeutung zu. Mit den grossen Fraktionen sind Allianzen zu schmieden, um dieses Ziel zu erreichen.
Gian Marco Tomaschett
Gemeinderatspräsident St. Moritz und SVP Nationalratskandidat

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