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Gut besuchte Podiumsveranstaltung in Ilanz: SVP und CYP wetzen die Klingen

SVP und CVP wetzen die Klingen (Bündner Tagblatt)

Beim Podium der SVP in Ilanz ist es zu einer besonderen Begegnung gekommen: Die CVP traf auf ihren ehemaligen Grossrat Zanolari – nun im anderen Lager. Von Claudio Willi Das Podium war von der SVP Surselva organisiert, und als Gast trat die CVP auf, mit ihrem Spitzenkandidaten Martin Candinas und Elita Florin-Caluori. Zwei Livios von der SVP-Nationalratsliste waren die Kontrahenten, der junge Livio Bundi und Livio Zanolari. Dieser war langjähriges CVP-Mitglied und als solcher auch im Grossen Rat, bevor es zuseiner Konversion zurSVP kam. Grund seines «politischen Glaubenswechsels» sei nicht sein Chef, Christoph Blocher: Er habe Probleme mit der CVP-Sektion Chur gehabt, vor allem aber überzeuge ihn die konsequente SVP-Politik, besonders in der Europafrage. Zanolaris Hauptbotschaft richtete sich denn auch «gegen den schleichenden EU-Beitritt»: Scheibchenweise werde die Souveränität der Schweiz geschwächt, die EU wolle längst statt eines autonomen einen «automatischen Nachvollzug» des EU-Rechts. Martin Candinas und Florin-Caluori hielten dem entgegen, dass die Schweiz mit dem «Königsweg» der bilateralen Verhandlungen «gut gefahren » sei, und die Personenfreizügigkeit habe Positives bewirkt – viele ausländische Arbeitskräfte würden in Branchen wie Tourismus und Spitälern den Ablauf sichern. Wenn schon, gelte es die Verträge nachzubessern, nicht aber zu kündigen. Für Livio Bundi wird die Entwicklung von der CVP «schöngeredet». Die Schweiz solle selbstbewusster auftreten und ihre Trümpfe, beispielsweise im Transitverkehr, ausspielen. Neben einer klaren Ausarbeitung der unterschiedlichen Positionen – die SVP malte hier drastisch die Gefahren eines EU-Beitritts an die Wand, den heute aber keine bürgerliche Partei will, wie der Einwand lautete – gab es auch Übereinstimmungen: Wenn Florin-Caluori die Initiative der SVP in der Familienpolitik begrüsste oder Candinas in der Ausländerpolitik die konsequente Linie in Graubünden mit dem früheren Chef Heinz Brand lobte, dabei allerdings die «unsäglichen SVP-Plakate» zu diesem Thema anprangerte. Das Publikum erlebte unter der Gesprächsleitung von Hansmartin Schmid einen spannenden Schlagabtausch.

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