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SVP will Gesundheitsversorgung im ganzen Kanton garantieren!

Gestern diskutierte die SVP Graubünden mit namhaften Referenten des Gesundheitswesens in Jenaz die Probleme der Sicherstellung der Gesundheitsversorgung in Rand- und Berggebieten. Regierungsratskandidat Heinz Brand stellte dabei das von der Flury Stiftung angebotene Model der integrierten Gesundheitsversorgung des Prättigaus vor. Dr. R. Castelberg und Tino Morell referierten zur Hausärzteinitiative sowie zur Spitexversorgung des Kantons Graubünden.

Für den kurzfristig verhinderten CEO des Kantonsspitals Dr. Arnold Bachmann referierte Ständerat Christoffel Brändli über die Probleme in der Spitalversorgung. Die Einführung von Fallpauschalen sowie die zunehmende landesweite Zentralisierung bringen für den Kanton Graubünden einige Herausforderungen mit sich, so Christoffel Brändli, der den Anlass moderierte und als Mitglied der ständerätlichen Gesundheitskommission einige politische Hintergrundinformationen einzubringen wusste. Ziel müsse jedoch sein, ein starkes Zentrumsspital zu betreiben sowie flächendeckend ein Spitalangebot aufrecht zu erhalten. Nur damit könne eine Abwanderung in die schweizerischen Zentren vermieden werden und ein angemessenes stationäres Grundangebot mit Notfallfallversorgung in allen Regionen aufrecht erhalten werden. Dazu sei aber auch eine gute überregionale Zusammenarbeit nötig.

Dr. med. Reto Castelberg, Präsident der Bündner Hausärzte, schilderte die Situation der Hausärzte und zeigte, dass sich sowohl gesamtschweizerisch aber auch in Graubünden ein dramatischer Mangel an Hausärzten abzeichnet. Über 70 % der in Graubünden praktizierenden Hausärzte gehen in den nächsten Jahren in Pension, Nachfolger lassen sich kaum finden. Mit der so genannten Hausarztinitiative wollen die Ärzte dieser Entwicklung Einhalt bieten. Die Initiative hat zum Ziel, den Beruf des Hausarztes wieder attraktiver zu gestalten, die Rahmenbedingungen vor allem in Randgebieten wesentlich zu verbessern , damit mittel- und langfristig die Gesundheitsversorgung sichergestellt werden kann und Graubünden nicht in einen (Gesundheitsversorgungs-)Notstand gerät. So sind auch im Bereich der Notversorgung neue Wege zu suchen, im Rahmen von Kooperationen unter den Ärzten oder aber in Zusammenarbeit mit den bestehenden stationären Einrichtungen, damit die Hausärzte auch an peripheren Lagen beim Notfalldienst entlastet werden.

Tino Morell, der Geschäftsleiter von SPITEX Graubünden informierte zu Spitex, welcher es erfreulicherweise in den letzten Jahren gelungen ist, im ganzen Kanton ein exzellentes und flächendeckendes Netz aufzubauen. Die Spitex nehme heute eine zentrale Bedeutung bei der Gesundheitsversorgung in Graubünden ein. Insbesondere im Bereich der Betagtenpflege und Betreuung erfülle Spitex, so Morell in seiner Präsentation, heute eine zentrale Rolle, werden doch durch Spitex doppelt so viele Personen zu Hause betreut als in den Heimen. Die Betreuung zu Hause entspreche einem breiten Bedürfnis und sei erst noch kostengünstiger. Problematisch sei jedoch die schwierige Personalrekrutierung wegen der zum Teil (zu hohen) Anforderungen. Es gelte die Akademisierung der Pflegeberufe zumindest teilweise zu überdenken.

Regierungsratskandidat Heinz Brand informierte anschliessend über den interessanten Lösungsansatz der Gesundheitsversorgung im Prättigau, der so genannten integrierten Gesundheitsversorgung. So werden im Prättigau durch die Flury Stiftung, welche im Übrigen von Heinz Brand präsidiert wird, mit Ausnahme der Hausärzte die meisten Bereiche der Gesundheits- und Altersversorgung aus einer Hand angeboten. Dies betreffe das Spital, die Alters- und Pflegeheime, Spitex und Mütter- und Väterberatung. Neuerdings soll auch noch das begleitete Wohnen in das Konzept integriert werden. Mit diesem Konzept kann auch in spärlich besiedelten Gebieten eine ausreichende und gute Versorgung der Bevölkerung sichergestellt werden. Dieses Konzept bietet sich als Lösungsansatz für weitere Randregionen in Graubünden ab, selbstverständlich situativ und regional abgestimmt.

Die anschliessende Diskussion machte deutlich, dass die Gesundheitsversorgung für die Besiedlung und Entwicklung der peripheren Gebiete eine immense Bedeutung innehat. Die SVP Graubünden ist deshalb gewillt, sich auch in Zukunft aktiv und nachhaltig für eine flächendeckende Gesundheitsversorgung einsetzen und dankt allen, die sie dabei unterstützen.

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