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Mehr Sachlichkeit, Herr Laube!

Peter Laube kritisiert die kritische Haltung von Christoffel Brändli zum TAG und spricht von altersbedingter Narrenfreiheit und Ignoranz. Wer auf diesem Niveau argumentiert, dem fehlen offensichtlich die Argumente.

1. So behauptet Laube, das Münstertal zahle nicht mehr als andere vergleichbare Orte. In Tat und Wahrheit zahlt das Münstertal mehr als die Lenzerheide. Tendenziell werden die Anbieter in kleinen Orten und in der Peripherie mehr, die Tourismuszentren weniger als heute belastet. Wer den Tourismusrechner des Kantons konsultiert, wird diese Aussage klar bestätigt bekommen.

2.Gemäss Gesetzesvorlage sind nur „einfache Maiensässe“ von der Tourismusabgabe befreit, die andern jedoch nicht. Regierungsrat Trachsel führte dazu im Grossen Rat aus (siehe Grossratsprotokoll):„Darum haben wir auch diese Formulierung „einfache Maiensässhütten“ gewählt, dass wenn sie eben ausgebaut, mit Wasser und Kanalisation und Strassenanschluss, dann ist es keine „einfache Maiensässhütte“ mehr. Wenn sie touristisch vermietet auch nicht“. Nachdem die Gegner des TAG die Abgabepflicht von einem grossen Teil der Maiensässe kritisiert hat, wird nun behauptet, die Maiensässe seien nicht abgabepflichtig. Mit dem, was im Grossen Rat gesagt wurde, stimmt diese Interpretation nicht überein.

3. Auch bei den Sportvereinen fährt man einen Zick-Zackkurs. Sportvereine sind juristische Personen und müssen die Abgabe entrichten. Wie zum Beispiel ein Coiffeur in Landquart, der nicht vom Tourismus profitiert. Die Regierung hat einen Rechner zur Verfügung gestellt, bei dem jedermann nachlesen kann, wie viel TAG er bezahlen muss (siehe www.tourismusrechner.ch). Auch Sportvereine sind augelistet. Übrigens auch Musiker und Musikchöre. Erstaunlich ist, dass auch die Regierung heute die von ihr publizierte Liste zunehmend in Frage stellt.

4. Der Vollzug des Gesetzes mit rund 200 Abgabesätzen, mit Abschlägen und Zuschlägen, Leistungsvereinbarungen usw. wird für die Gemeinden erhebliche Aufwendungen mit sich bringen. In diesem Zusammenhang von Abbau der Bürokratie zu sprechen ist mehr als abenteuerlich. Des Weiteren schreibt Herr Laube, dass nur eine Partei gegen das TAGsei. Wenn er die SVP meint, ist es immerhin die wählerstärkste Partei in unserem Kanton. Zudem hat auch die FdP die Nein Parole beschlossen. Auch dies zeigt, dass eine sachliche Information der Stimmberechtigten offensichtlich von den Befürwortern nicht erwünscht ist.

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