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Verursacht das Geld Krisen? JSVP Graubünden

Geld regiert die Welt. Doch wer regiert das Geld? Dieser Frage ging die JSVP Graubünden im Rahmen einer Veranstaltung in Chur nach. Dabei kam Erstaunliches zu Tage.

Bankenrettung, Euro-Rettung, Staatenrettung. Praktisch täglich lesen wir, wie eine Wirtschaftskrise die nächste jagt. Unbezahlbare Nahrungsmittelpreise in den Entwicklungsländern, ständiger Wertverlust von Währungen hier und das Heranwachsen von neuen Immobilienblasen dort. Es scheint eine Abfolge von nicht zusammenhängenden Schocks zu sein, die das Wesen des Kapitalismus halt so mit sich bringt. Doch weit gefehlt. Die Krisenursache ist nicht zuviel, sondern zu wenig Kapitalismus. Zu diesem Schluss kommt Olivier Kessler, HSG-Student und freier Journalist. Den JSVP-Mitgliedern und weiteren interessierten Besuchern brachte er die tieferliegende Ursache von Wirtschafts- und Gesellschaftskrisen näher: das falsch organisierte Geldsystem. Ein Thema, über das in den Augen von Jann-Andrea Thöny, dem Präsidenten der JSVP Graubünden, in der Öffentlichkeit viel zu wenig diskutiert wird. „Aus diesem Grund haben wir diese Veranstaltung auf die Beine gestellt“, sagte er.

Geht es nach Olivier Kessler, werden viele der heutigen Krisen durch den endlosen Geldhunger von Staaten und Politikern verursacht. Diese sind in einem Dilemma: Die Leistungsempfänger fordern einerseits immer mehr Geld und die Steuerzahler keine höheren Steuern. Das führt zu einem Loch in den Kassen des wachsenden Wohlfahrts- und Fürsorgestaats. Regierungen verschulden sich deshalb gewaltig und verlagern die Kosten des überrissenen Lebensstandards von heute auf die Generationen von morgen. Damit diese günstig zu haben sind, mischte sich der Staat im Laufe der Zeit zunehmend ins Geldsystem ein. Wurde Geld früher noch durch Private herausgegeben, hat sich heute der Staat in Kooperation mit den Banken praktisch das Monopol auf dem Geldangebot an sich gerissen. In der aktuellen Not, in der sich viele Länder befinden, setzen die Staaten alles dran, die Geldmenge auszuweiten und die Zinsen herunter zu manipulieren. So gelangen sie auf Kosten der Allgemeinheit zu günstigeren Krediten und können sich ihren Schulden heimlich entledigen. Die Folgen dieser kontinuierlichen und sich ständig beschleunigenden Geldmengenausweitung sind allerdings verheerend. All dieses neue Geld muss schliesslich irgendwo hin fliessen. Das führt nach Kessler zu Blasenbildungen auf dem Immobilien-, Aktien- und Rohstoffmärkten. Um das Platzen der Blasen – oder in der Fachsprache eine Deflation – zu verhindern, wird jedoch immer noch mehr Geld gedruckt. Ein Teufelskreis, der nicht auf ewig weiterbetrieben werden kann.

Das Fazit von Olivier Kessler fällt düster aus. Er zitiert Henry Ford, den Gründer von Ford: „Eigentlich ist es gut, dass die Menschen unser Banken- und Währungssystem nicht verstehen. Würden sie es nämlich, so hätten wir eine Revolution vor morgen früh.“ Kessler zeigte im Anschluss aber auch verschiedene Lösungsvorschläge auf. Unter anderem die sich in Arbeit befindenden Volksinitiativen zur Einführung eines Schweizer Goldfrankens, die Vollgeldreform, das Free-Banking und auch die soeben eingereichte Gold-Initiative der SVP. Für den Referenten ist klar: „Das Geldsystem muss dringend angepasst werden, wenn heftige Krisen und gesellschaftliche Zerrüttungen nicht zum Alltag werden sollen.“ Die JSVP Graubünden wird dieses wichtige Thema weiterhin verfolgen.

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