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Höhere Gewichtung der MINT-Fächer ist notwendig

Reges Interesse an der öffentlichen Veranstaltung der SVP Chur vom vergangenen Dienstagabend zum Thema „Schule und Wirtschaft“ mit Nationalrätin Magdalena Martullo und SVP-Stadtratskandidat Hanspeter Hunger.

Die SVP Chur lud am vergangenen Dienstag zu einer öffentlichen Veranstaltung zum Thema „Schule und Wirtshaft“, mit Unternehmerin und Nationalrätin Magdalena Martullo und Stadtratskandidat Hanspeter Hunger, ein. Gegen 60 Interessierte sind der Einladung ins Hotel/Restaurant City West gefolgt. Die interessanten Ausführungen der Referenten gaben einen kurzen Abriss über die aktuelle Situation und die künftig zu bewältigenden Probleme im Zusammenhang mit der schulischen Ausbildung und den Bedürfnissen der Wirtschaft. Die Schulen standen in der Kritik.

Mario Cortesi, interimistischer Präsident der SVP-Chur und Gemeinderat führte durch den Themenanlass. Ganz besonders freute ihn, dass er Nationalrätin Magdalena Martullo für diesen Anlass gewinnen konnte. Speziell begrüsste er Stadtratskandidat Hanspeter Hunger sowie die ebenfalls anwesenden SVP-Gemeinderatskandidaten.

Stadtratskandidat Hanspeter Hunger zeigte die Problemfelder auf, denen sich die Schulen zu stellen haben und die zu verbessern sind. So sind unter anderen insbesondere der Mathematik, den naturwissenschaftlichen Fächern aber auch der deutschen Sprache wieder vermehrt Beachtung zu schenken; diese sind künftig wieder stärker zu fördern. Zum Lehrplan 21 vertritt Hanspeter Hunger insgesamt eine eher kritische Haltung, wobei dieser seines Erachtens aber auch positive Aspekte aufweise. In seinen weiteren Ausführungen hielt der Stadtratskandidat fest, dass es das erklärte Ziel sein müsse, den Bildungsstandort Chur auch für die Zukunft zu sichern, entsprechend müssten die betreffenden Institutionen vordringlich gefördert werden. Aufgrund seiner Ausbildung, sowohl im Bildungsbereich als auch als Betriebswirtschafter, ist Hanspeter Hunger überzeugt, dass er über die idealen Voraussetzungen verfügt, um als Stadtrat die im Bildungssektor aufgezeigten und anstehenden Probleme zu bewältigen.

Nationalrätin Magdalena Martullo ging in ihren Ausführungen auf die Nachwuchsprobleme der Bündner Wirtschaft in den technisch-naturwissenschaftlichen Berufen ein: „In Graubünden geht die Anzahl 20-Jähriger und damit die Anzahl Lehr- und Kantonsschulabgänger in den nächsten Jahren um 20 Prozent zurück „, erläuterte Martullo. Es sei deshalb besonders wichtig, dass die Jugendlichen in denjenigen Berufen ausgebildet werden, in welchen ein Nachwuchsbedarf bestünde – also in den naturwissenschaftlich-technischen Berufen für die Industrie, das Handwerk und das Gesundheitswesen. Problematisch sei aber, dass die hierfür notwendigen „MINT-Fächer“ (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) in den Schulen vernachlässigt werden. So fehlen den Jugendlichen das Interesse und die Grundfähigkeiten für einen technisch-naturwissenschaftlichen Beruf. Solche Berufe, aber auch die technische Berufsmatura seien deshalb für Viele zu streng. Zudem ist das naturwissenschaftlich-technische Bildungsangebot bei der HTW fast gänzlich verschwunden. „Es ist entscheidend, dass die Volkschule die MINT-Fächer wieder deutlich höher gewichtet und dass die HTW Chur neben dem neuen „Photonics“-Studiengang rasch weitere technisch-naturwissenschaftliche Studiengänge anbietet.“, forderte Martullo.

In der anschliessenden Fragenrunde wurden fast ausschliesslich Aussagen durch Lehrpersonen vorgebracht, die sich sehr kritisch zum Lehrplan 21 äusserten. Dem Lehrplan 21 stehen offenbar viele Lehrpersonen äusserst skeptisch gegenüber. Im Vorgehen der Behörden sehen sich viele Lehrer zudem übergangen und vor vollendete Tatsachen gestellt, zumal sie als eigentliche Betroffene in der Erarbeitung des Lehrplans 21 nie wirklich miteinbezogen wurden.

Insgesamt war es ein sehr interessanter Anlass, welcher den Anwesenden die künftigen Bedürfnisse der Wirtschaft und entsprechend der Handlungsbedarf bei den Schulen und Ausbildungsstätten aufzeigte.

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