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Waffeninitiative – Nicht wirksam und trifft die Falschen …

Initiative «Für den Schutz vor Waffengewalt» diskutiert

An der öffentlichen von der SVP Graubünden organisierten Podiumsveranstaltung diskutierten Befürworter und Gegner am Dienstagabend den effektiven Nutzen der Volksinitiative «Schutz vor Waffengewalt».

Über 130 Besucher folgten der kontradiktorisch gestalteten Veranstaltung im Hotel Posthorn in Küblis. Für die Initiative und den Einzug der Waffen plädierten Franziska Bender von der GSoA und Rechtsanwalt Jean-Pierre Menge vom Pro-Komitee, den Standpunkt der Gegner vertraten Marco Giacometti, Geschäftsführer Jagd Schweiz und Bernhard Lampert, Sportschiessverband Graubünden. Bender und Menge machten geltend, mit der Annnahme der Initiative könnten Suizide wie auch häusliche Gewalt verringert werden. Mit der Verfügbarkeit der Schusswaffe, sei die Suizidrate höher. Giacometti und Lampert wiesen darauf hin, dass Schusswaffen in beiden Fällen nicht die einzigen Alternativen seien. Konsequenterweise müsste die Initiative auch den Einzug von Küchenmessern oder die Sperrung von Brücken fordern. Lampert bezeichnete das heutige, verschärfte Waffengesetz als die effektivste Missbrauchsbekämpfung. Die Initiative gefährde auch das Schiessen als Breitensport. Bis anhin könne der Armeeangehörige sich auf eine persönlich justierte und eingeschossene Waffe verlassen. Würden Armeeangehörige eine nicht auf sie abgestimmte Waffe bekommen, beispielsweise gerade bei Einsätzen wie für das WEF, berge grosse Risiken und verringere auch die Sicherheit der Bevölkerung. „Ganz zu Schweigen von den immensen alljährlichen Kosten von rund CHF 12 Millionen, welche die zentrale Verwaltung und Sicherung der Waffen kosten“. Und Giacometti stellte fest: „Gegen diejenigen, die tatsächlich eine Gefahr darstellen, unternimmt die Waffeninitiative nichts, auch wenn die Initianten dies so behaupten. Kein Krimineller wird sich jemals um einen Waffenschein bemühen, kein Krimineller wird jemals seine Waffe registrieren lassen“. Die Waffeninitiative entwaffne die verantwortungsvollen und rechtschaffenen Bürger.

Präventionsmassnahmen

Die Diskussion unter den Referenten wie auch die anschliessende Publikumsrunde zeigten auf, dass die Jäger, Schützen und Waffensammler viele offene Fragen an die Befürworter der Initiative haben. Nicht alle konnten eindeutig und abschliessend beantwortet werden. „Gerade bei häuslicher Gewalt wäre mehr Zivilcourage des Umfelds wünschenswert, welches bereits heute durch Meldung den Einzug von Waffen veranlassen könnte. Dies wäre eine effektive Präventionsmassnahme“, erklärte eine Versammlungsteilnehmerin.

SVP Kantonalvorstand fasst Nein-Parole

Jon Peider Lemm, Präsident der SVP Graubünden, forderte die Besucher, welche sich eine Meinung gebildet hätten, auf, an die Urne zu gehen, aber auch die Bevölkerung zu informieren, was die SP-Initiative für Folgen nach sich ziehe und was sie eben nicht bewirken könne. „Der Kantonalvorstand der SVP Graubünden hat einstimmig die Nein-Parole beschlossen und empfiehlt eine Ablehnung der täuschenden SP- Initiative „Schutz vor Waffengewalt“, erklärte Lemm. (hw)

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