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Energie und Raumplanung – gut besuchte öffentliche Veranstaltung in Domat/Ems

Am Dienstag, 30. März, fanden sich gegen 100 Besucher in Domat/Ems im Dorfsaal Sentupada ein, um sich direkt über die politischen Aktualitäten im Bereich Energie und Raumplanung auf Gemeindes-, Kantons- und nationaler Ebene zu informieren. Nach einem unbeschwerten Apéro, die Besucher haben die wiedererlange Freiheit sichtlich genossen, begrüsste Grossratskandidat Diego Krättli aus Domat/Ems die Referentin und die Referenten sowie die Gäste.

Jetzt müssen die Weichen gestellt werden für unsere künftige Energieversorgung
Nationalrätin Magdalena Martullo begann ihr Referat mit den Worten «Energie war einfach da, seit Beginn des Ukrainekriegs wurde es zum grossen Thema!» Wir müssten uns gut überlegen, wie wir die Zukunft sichern wollen. Nach Fukushima hätten einzig die drei deutschsprachigen Länder weltweit ein Atommoratorium beschlossen, alle anderen setzen weiterhin auf die CO2 arme Energie, es werden munter Atomkraftwerke gebaut. Magdalena Martullo vertrat die Idee, trotz Moratorium wenigstens die Planung für ein bis zwei Atomkraftwerke anzupacken, eine reine Planung sei ja nicht verboten, damit der Bürger in einigen Jahren überhaupt die Möglichkeit habe, über seinen künftigen Energiemix zu entscheiden, müsste die Zeit genutzt werden.

Teure und ineffiziente alternative Energie ist keine Lösung
Photovoltaik liefert dann Strom, wenn die Sonne scheint, die Sonne scheine aber im Winter weniger, wenn wir mehr Strom brauchen. Windenergie fällt an, wenn der Wind bläst. Gerade das hoch subventionierte Windrad in Haldenstein sei der beste Beweis, wie ineffizient und teuer Windenergie sei. Wir hätten also stark subventionierte Energie, welche pro Haushalt mittlerweile mit 2’000 Franken pro Jahr zu Buche schlage, aber dann anfalle, wenn wir gar keinen Strom brauchen und unseren Bedarf bei weitem nicht decken können. Die Energiestrategie von links/grün sei gescheitert! Um die Lücken abzudecken, sollen jetzt gemäss einer grossen politischen Mehrheit Gaskombikraftwerke gebaut werden. Der Ausbau der Wasserkraft hingegen, die einzige Möglichkeit, um Energie wirklich speichern zu können, hätte immer noch keine Priorität, was völlig falsch sei.

Wir brauchen einen «Stromgeneral»
44% der Energie in der EU würden aus Gas und Kohlen, welches aus Russland importiert wird, hergestellt. Würde Russland die Gaslieferung einstellen, würde das gesamte europäische Stromnetz zusammenbrechen, auch das schweizerische. Es ist auf allen Ebenen klar geworden, dass gehandelt werden muss. Jeder schiebt den Ball aber dem anderen zu, die Politik der Wirtschaft, die Wirtschaft der EU und so weiter. Deshalb fordere die SVP jetzt einen «Stromgeneral», eine Person, welche die Verantwortung übertragen bekommt, die Fäden zu ziehen und Lösungen anzupacken.

Stromausfälle in der Region Rhäzüns wären verheerend
Als zweiter Referent wurde Ronny Krättli, der amtierende Emser Gemeinderatspräsident und Grossratskandidat, angekündigt. Ronny Krättli malte sehr anschaulich aus, was passieren würde, wenn der Strom in Ems für mehrere Stunden oder Tage ausfallen würde. Der Romantiker könne sich auf Abende bei Kerzenlicht freuen, die Realität sei aber eine ganz andere. Nichts funktioniere mehr: Klimaanlage, Kühlschrank, Tiefkühler, Kochherd, Licht, warmes Wasser und Heizung setzen aus. Auch die Wasserversorgung im Allgemeinen würde stillstehen, da alle Pumpen ohne Strom nicht mehr funktionieren. Das Leben würde zum Erliegen kommen, es sei gar mit Toten in Altersheimen und Spitälern zu rechnen.

Verantwortung muss wahrgenommen werden
Die Lage sei angespannter denn je und es müssten dringend zukunftsweisende Entscheide gefällt werden. Laut Rhiienergie, welche die Gemeinden Bonaduz, Domat/Ems, Felsberg, Rhäzüns und Tamins mit Strom versorgen, würden im Falle einer drohender Stromknappheit einzelne Firmen im Industriegebiet Vial vom Netz genommen, um wenigstens die Bevölkerung mit Strom zu versorgen. Die wirtschaftlichen Schäden wären kaum vorstellbar.
Krättli rief die Politik dazu auf, die Probleme endlich anzupacken und den Anwesenden riet Ronny Krättli, dass jeder selber vorsorgen solle, mit genügend Vorrat, Wasser und Batterien für den Notfall. Auch Gewerbebetriebe müssten heute ihre Verantwortung wahrnehmen und alternative Lösungen für Krisenzeiten anzuschaffen. So brauche zum Beispiel jeder Landwirt ein Notstromaggregat, damit er seine Kühe melken könne. Werden Kühe nicht täglich gemolken, verenden sie kläglich.

Energieprojekte werden auch durch die Politik verhindert
Der Abschluss des Abends bestritt Roman Hug, Regierungsratskandidat und Gemeindepräsident aus Trimmis. Die drohende Stromlücke und die damit verbundenen Probleme seien in Graubünden auch weitgehend ein Problem der Raumplanung. So berichtete er vom Stauseeprojekt Chlus, welches seit Jahren blockiert bleibt, zumindest teilweise wegen unvernünftiger Auflagen. So müsste für das abfliessende Wasser in der Region Trimmis auf bestem Kulturland ein Abflusssee erstellt werden, damit die Einspeisung in den Rhein reguliert werden könnte. Wie viele Millimeter Rheinpegeldifferenz eine ständige Wassereinspeisung ohne See bedeuten würde, hätte ihm noch niemand sagen können, er vermutet, dass solche Differenzen nicht messbar wären. Wegen dieser unvernünftigen Auflage verhindert der Gesetzgeber ein attraktives Investitionsprojekt und verhindert damit den Ausbau der grünen Energie. Roman Hug will als Regierungsrat solche Behördenhürden anpacken und abbauen.


Die Referenten: Nationalrätin Magdalena Martullo-Blocher, Regierungsratskandidat Roman Hug, Grossratskandidat Ronny Krättli


Voll besetzter Gemeindesaal in Domat Ems

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